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Die Ermittlungsbehörden in Rheinland-Pfalz haben einen Drogenring zerschlagen, der über das Darknet und einen Messengerdienst mit illegalen Geschäften acht Millionen Euro Gewinn gemacht haben soll. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und die Polizei in Trier am Freitag mitteilten, wurden bei einer Razzia am Donnerstag fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 26 und 49 Jahren festgenommen. Insgesamt durchsuchten demnach 160 Polizisten 15 Wohn- und Geschäftsgebäude in Deutschland und Belgien.
Den Festnahmen seien verdeckte Ermittlungen über einen Zeitraum von über einem Jahr vorausgegangen. Die Beschuldigten sollen mit illegalen Drogen und mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gehandelt haben. Der Versand sei aus Deutschland erfolgt, sowohl innerhalb Deutschlands als auch weltweit. Einer der Festgenommenen sei Betreiber einer Apotheke in Nordrhein-Westfalen. Diese soll er zur Beschaffung der illegal gehandelten Medikamente genutzt haben.
Das Amtsgericht Koblenz erließ zur Sicherung der Gewinne Arrestbeschlüsse in Höhe von mehr als acht Millionen Euro. Es seien daraufhin bei der Razzia zwei Wohnhäuser, zwei hochwertige Fahrzeuge im Wert von 350.000 Euro sowie weitere Vermögenswerte in einer Höhe von mindestens 500.000 Euro beschlagnahmt worden, die zum größten Teil aus Kryptowährungen, Bargeld und Edelmetallen bestehen.
C.Zeman--TPP