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China darf nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio keine Kontrolle über Grönland bekommen, das US-Präsident Donald Trump seinem Land einverleiben will. Die USA würden nicht erlauben, dass "China reinkommt und ihnen (den Grönländern) einen Haufen Geld anbietet," so dass diese von Peking "abhängig" würden, sagte Rubio am Freitag nach einem Treffen der Nato-Außenminister in Brüssel.
Zu der scharfen Kritik der dänischen Regierung an den von Trump erhobenen Gebietsansprüchen auf die rohstoffreiche Insel sagte Rubio: "Dänemark sollte sich auf die Tatsache fokussieren, dass die Grönländer kein Teil von Dänemark sein wollen."
Grönland gehört zum EU- und Nato-Staat Dänemark, genießt aber weitreichende Autonomie. Die Umfragen zeigen, dass die große Mehrheit der nur 57.000 Einwohner der Arktis-Insel die völlige Unabhängigkeit von Dänemark wünscht. Sie zeigen aber auch, dass die Grönländer mehrheitlich eine Einverleibung der Insel durch die USA ablehnen.
Rubio hob hervor, dass US-Vizepräsident JD Vance während seines Besuchs in Grönland vor einer Woche deutlich gemacht habe, dass die USA "die Selbstbestimmung der Grönländer respektieren". Trump hat jedoch wiederholt und mit Nachdruck verkündet, dass er die Insel den USA einverleiben wolle. Er begründet das mit den Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies diese Begründung am Donnerstag bei einem Besuch in Grönland entschieden zurück. "Grönland ist Teil der Nato, und wir haben seit 75 Jahren ein Verteidigungsabkommen mit Ihnen, das Ihnen weitgehenden Zugang zu Grönland gewährt", sagte sie an die Adresse Trumps. Grönland und Dänemark seien offen für eine stärkere US-Präsenz auf der Arktis-Insel.
Rubio war am Donnerstag in Brüssel bilateral mit dem dänischen Außenminister Lars Lokke Rasmussen zusammengetroffen. Dabei habe er dem dänischen Kollegen versichert, dass beide Länder durch eine "starke Beziehung" verbunden seien, sagte eine Sprecherin des US-Chefdiplomaten.
Q.Pilar--TPP